Kaum wagen sich die ersten Sonnenstrahlen zaghaften Sonnenstrahlen heraus, sind sie auch schon da – die Zecken.

Nicht nur unangenehm für Hund und Besitzer, sondern auch gefährlich, denn Krankheiten wie Borreliose, Babesiose und Ehrlichiose werden von Zecken übertragen.

Die ersten Zecken können durchaus auch schon im Winter zustechen, denn sie benötigen eine Temperatur von mindestens 6 bis 8°C um aktiv zu werden. Und diese Temperaturen kommen bei uns durchaus auch in den Wintermonaten vor. Das vermehrte Auftreten von Zecken wie wir es kennen ist meist von Mai bis September/Oktober.

Leben Zecken tatsächlich auf Bäumen?

Nein, Zecken leben nicht hoch oben in den Bäumen um sich dann auf ihr nichtsahnendes Opfer fallen zu lassen, sondern sie bevölkern höheres Gras oder auch niedrige Sträucher bis ca. 1 Meter Höhe. Kommen nun Hund und Mensch vorbei, lassen sie sich einfach abstreifen und von ihrem neuen Wirt davontragen. Dabei reagieren Zecken auf Körperwärme und Geruch (Ammoniak, Kohlendioxid, Milchsäure und vor allem Buttersäure, welche vom Wirt durch Atmung und Schweiß abgegeben werden).

Zecken

Wo sich Zecken gerne verstecken …

Zecken bewegen sich auf ihrem Wirt auf der Suche nach einer geeigneten Stelle umher. Erst wenn sie „zufrieden sind“, stechen sie zu. Dabei bevorzugen sie Körperstellen mit dünnerer Haut und guter Durchblutung wie zB am Kopf, am Hals, am Bauch, den Achseln und den Oberschenkel Innenseiten. Jedoch auch die Zehenzwischenräume sind oft gern besuchte Stellen.

Zeckenbiss – oder doch Zeckenstich?

Zecken gehören zur Ordnung der Milben und sind blutsaugende Ektoparasiten. Sie besitzen einen Stechrüssel, welcher häufig mit Zähnen besetzt ist, die als Widerhaken wirken. Beim Saugvorgang wird eine kleine Wunde geschaffen, diese füllt sich mit Blut welches aufgesaugt wird. Dabei gibt die Zecke Speichel sowie unverdauliche Nahrungsreste in die Wunde ab.

Speziell bei diesem Vorgang können Krankheitserreger von einer infizierten Zecke übertragen werden. Erreger, welche sich bei einer solchen Zecke im Darmtrakt befinden, werden mitunter erst nach einigen Stunden (zB Borreliose nach ca. 8 bis 24 Stunden) auf den Wirt übertragen. Darum ist eine rasche Entfernung von Zecken wichtig.

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Wie werden Zecken richtig entfernt?

Eine Zecke sollte man auf gar keinen Fall in der Haut belassen, sondern sie so bald wie möglich entfernen. Je länger der Saugakt angedauert hat, umso größer ist die Gefahr einer Infektion mit Krankheiten wie Borreliose oder FSME.

Da das Mundwerkzeug der Zecke mit starken Widerhaken ausgestattet ist, ist es ratsam sie nahe an der Haut zu packen und mit sanftem Zug heraus zu ziehen. Dabei sollte eine Zeckenzange, -haken oder auch -schlinge verwendet werden. Wichtig ist auch, die Zecke dabei möglichst wenig zu quetschen um sie nicht zusätzlichem Stress und damit verbundenen Panikreaktionen (zusätzliche Absonderung von Speichel in die Wunde) auszusetzen. Allenfalls kann ein leichtes Hin- und Herdrehen oder ein vorsichtiges Rütteln die Entfernung erleichtern. Als wirksam hat sich herausgestellt, nicht ruckartig zu ziehen, sondern die Zecke von der Hautoberfläche anzuheben und unter fortgesetztem Zug so lange zu halten, bis sie von selbst loslässt. Das kann bis einer Minute dauern, stellt jedoch eine vollständige Entfernung sicher.

Zeckenschutz für ihren Vierbeiner

Vorbeugen ist auch in diesem Fall der beste Schutz vor Krankheiten. Zeckenschutzmittel für Hunde sollten möglichst schnell und langanhaltend wirken. Praktisch und empfehlenswert für Hunde sind Zeckenschutz-Halsbänder, welche bis zu 6 Monate Schutz vor Zeckenstichen bieten.

In den Frühlings- und Sommermonaten ist es empfehlenswert den Hund und auch sich selbst nach einem Spaziergang nach Zecken abzusuchen.

Über die Art und richtige Anwendung von Antizeckenmitteln für Ihren Hund kann Sie am besten Ihr Tierarzt beraten.

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