Herbstschnauzen: Hunde im Alter richtig pflegen

Sie wirken zusehends störrischer, sind mäkelig beim Futter und das eine oder andere Wehwehchen sorgt für sorgenvolle Blicke unsererseits. Unsere Herbstschnauzen begleiten uns oft schon unser halbes Leben lang und wir können uns ein Sein ohne sie gar nicht vorstellen. Damit es den vierbeinigen Senioren auch im hohen Alter noch gut geht, können wir Halter das eine oder andere beitragen. Neben ausführlichen Kuscheleinheiten und viel Verständnis sorgt auch eine altersgerechte Pflege für mehr Wohlbefinden.

Haut und Fell

Auch bei unseren Hunden verändert sich altersbedingt hormonell so einiges und dies wirkt sich auch auf das Fell aus. Es kann lichter werden oder sogar punktuell komplett ausfallen. Auch die Talgproduktion der Haut kann sich verändern und somit für fettigere oder auch trockenere Haut sorgen. Regelmäßiges Bürsten fördert auch im höheren Alter die Durchblutung der oberen Hautschichten – richtig ausgeführt wirken die Streichbewegungen wie eine Massage und sind wohltuend für die Psyche unserer Hunde. Bei der regelmäßigen Fellpflege zuhause und im Salon bemerkt man auch Hautveränderungen schneller und diese können ggf. behandelt werden. Liegeschwielen an den Ellenbogen können mit einer pflegenden Creme schön geschmeidig gehalten werden.

Zähne und Zahnfleisch

Viele – leider nicht nur ältere – Hunde leiden unter Zahnstein, entzündetem Zahnfleisch und lockeren Zähnen – all das kann Dauerschmerzen im Maul verursachen und sollte schnellstmöglich vom Tierarzt behandelt werden.

Zahnstein – ein Kavaliersdelikt? Nein, auf keinen Fall! Zahnstein ist nicht nur optisch und olfaktorisch ein Problem, er kann auch zu einer ernsthaften gesundheitlichen Bedrohung für Ihren Hund werden. Zahnstein kann schmerzhafte Entzündungen in der Maulhöhle verursachen, Bakterien dringen folglich in die Blutbahn ein und können ernsthafte Herz- und Nierenprobleme verursachen. Im schlimmsten Fall kann eine solche Infektion bis zum Tod führen. Beim regelmäßigen Tierarztbesuch sollte ein Zahn-Check unbedingt zum Standard gehören.

Pfoten und Krallen

Im Alter werden Sparziergänge oft kürzer und weniger intensiv, sprich – es wird weniger gelaufen, sondern mehr gemächlich spaziert. In der Folge nutzen sich auch die Krallen weniger stark ab. Der durchblutete Bereich der Kralle wandert immer weiter in Richtung Krallenspitze und es wird folglich immer schwieriger die Kralle auf die richtige Länge zu kürzen. Eine Kontrolle alle 4 bis 6 Wochen kann durchaus nötig sein, um den „richtigen Zeitpunkt“ nicht zu verpassen. Verletzungen oder brüchige Krallen können somit auch erst gar nicht zu Entzündungen und Problemen führen, da sie frühzeitig entdeckt werden. Wichtig ist, dass die Krallen mit einer hochwertigen, scharfen Krallenzange gekürzt werden, damit die Kralle dabei nicht gequetscht wird.

… irgendwie riecht er komisch

Das Thema Körpergeruch ist bei so manchem alten Hund ein Thema. Aber – Hand auf’s Herz: Auch wir Menschen riechen im fortgeschrittenen Alter nicht nach Frühlingsblumen, oder? Meist hilft hier auch häufiges Baden oder eine Ernährungsumstellung nichts – der Geruch ist schlichtweg eine Alterserscheinung. Dennoch kann der veränderte/verstärkte Körpergeruch ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Deshalb ist ein regelmäßiger Check von Maul und Zähnen, Ohren, Pfoten, Haut und Gesamterscheinung unumgänglich.

Im Zweifelsfall besser einmal zu oft zum Tierarzt als zu spät. Denn – ein Leben ohne unsere Herbstschnauzen können wir uns doch gar nicht vorstellen!

Senioren im Hundesalon: Für den Hund notwendiges Übel oder willkommene „Wellness-Auszeit“?

Für so manchen Besitzer hören die Besuche im Hundesalon auf, sobald ihr Hund eine „magische“ Altersgrenze überschritten hat. Man hört dann oft Aussagen wie „Das ist ihm doch viel zu viel Aufregung“ oder „Es zahlt sich doch gar nicht mehr aus sie hübsch zu machen“. Drängt sich die Frage auf: Würden Sie es auch in Ordnung finden, wenn Ihre Großeltern ab einem bestimmten Alter die Körperpflege einstellen weil es „zu stressig“ ist?

Natürlich muss man doch auch unterscheiden zwischen Hunden, welche ihr Leben lang im Hundesalon waren und alle Abläufe kennen und solchen Hunden, welche mit 13 oder 14 Jahren zum Baden in den Salon geschleift werden, weil sie „auf einmal komisch riechen“.

Wichtig ist, dass Ihre Herbstschnauze die Pflege im Salon so unaufgeregt wie nur irgendwie möglich erleben kann. Im Hundesalon Figo wird für „Senioren-Termine“ extra viel Zeit eingeplant – für eine Verschnaufpausen oder eine kleine Streicheleinheit zwischendurch ist immer Zeit! Auch das Thema Sicherheit bekommt bei alten Hunden einen nochmals ganz anderen Stellenwert. Oft sind unsere Herbstschnauzen von Gleichgewichtsschwierigkeiten geplagt, die Beine wollen nicht mehr ganz so wie sie eigentlich sollten. Auch darauf wird zu 100 % Rücksicht genommen. Höhenverstellbar ist nicht nur der Trimmtisch, sondern auch die Badewanne, sodass auch ein großer, schwerer Hund sanft und ohne Probleme an seinen Bestimmungsort „bugsiert“ werden kann. Am Trimmtisch sorgt ein gepolsterter Bauchgurt für die nötige Sicherheit und Stabilität beim Stehen.

Bei der Pflege an sich wird immer besonderes Augenmerk auf die individuellen Besonderheiten Ihrer Herbstschnauze gelegt: Ist die Haut besonders fettig oder vielleicht schuppig? Plagen Hot Spots oder andere Hautirritationen den Vierbeiner? Wie kann besonders schnell und effizient ein dennoch ästhetischer Schnitt gezaubert werden? Und auch für die Pflege zuhause bekommen Sie im Hundesalon Figo Tipps und Tricks verraten – denn: das Wohlbefinden Ihres Hundes liegt uns am Herzen!

Ob der Aufenthalt im Salon für Ihren Senioren ein notwendiges Übel ist oder doch eine willkommene „Wellness-Auszeit“ ist individuell unterschiedlich. Kompetente Beratung sowie Pflege mit viel Zeit und noch mehr Einfühlungsvermögen können auf alle Fälle dazu beitragen, dass sich Ihr Hund auch im hohen Alter im Salon noch wohl fühlt.

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